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Divine Renovation Conference 2018

Grüß Gott!

In der Zeit vom 10.-15.06. habe ich an der Divine Renovation Conference in Halifax in Kanada teilgenommen.
Diese Konferenz beschäftigte sich mit dem Thema Neuevangelisierung und geistlicher Aufbruch in Pfarreien.

Auf dieser Seite finden Sie meine "Tagebucheinträge" von meinen Erlebnisse dort.

Alle Infos zum Projekt "Divine Renovation" finden Sie hier: https://www.divinerenovation.net/

Ihr Kaplan Sebastian Stanclik


Es geht los!

09.06.2018; 20:50 Uhr MESZ

In einigen Minuten startet hier am Flughafen München mein Flugzeug (allerdings nicht das im Bild ;) ) in Richtung London.
Von dort geht es dann morgen früh "über den großen Teich" nach Halifax zur Divine Renovation Conference 2018.


Ankunft in Halifax

10.06.18, 16:00 Uhr ADT

Nach sieben Stunden Flug bin ich in Halifax, Nova Scotia gelandet. Im Flugzeug saßen gleich etwa 10 Personen, die alle zur DR18 wollten...
Der Zeitunterschied von Halifax zu Mitteleuropa beträgt 5 Stunden, d.h. hier ist es gerade 16 Uhr, während es in Deutschland bereits 21 Uhr ist.
Gleich geht es zum ersten Mal zur Pfarrei St. Benedict, wo die Konferenz stattfindet. Dort ist um 18 Uhr die Abendmesse, die ich mitfeiern werde.


Welcome to Saint Benedict

10.06.2018, 20:00 Uhr ADT

Mein erster Besuch in St. Benedict liegt hinter mir. Leider konnte ich während der hl. Messe keine Fotos machen, daher muss vorerst der Eindruck von draußen genügen...
So einen Werbebildschirm an der Hauptstraße habe ich bei uns auf jeden Fall noch nirgends gesehen...

Ansonsten habe ich jetzt schon Konferenzteilnehmer aus Frankreich, Großbritannien und Australien getroffen...die nächsten Tage werden auf jeden Fall spannend...


Erster Tag: Hospitality

11.06.2018, 21:30 Uhr ADT

Der erste Tag der Konferenz liegt hinter mir.

Neben der gemeinsamen Feier der hl. Messe mit dem Erzbischof von Halifax standen eine Reihe Vorträge im Plenum oder in Kleingruppen auf dem Programm.

Das für mich persönlich prägendste Thema des heutigen Tages war "hospitality" ("Gastfreundschaft"). Zunächst konnte ich selbst die Gastfreundschaft in St. Benedict erfahren, wo viele Ehrenamtliche den ganzen Tag für uns Konferenzteilnehmer da sind - uns freundlich begrüßen und verabschieden und immer bereit sind, uns weiterzuhelfen, wenn es notwendig ist. Man merkt deutlich, dass das in der Pfarrei die tägliche Praxis ist, sonst würde es nicht so gut funktionieren.

Am Vormittag hörten wir dann gleich nach der Einführung von Fr. James Mallon (dem Begründer von Divine Renovation) das sehr bewegende Zeugnis einer jungen Frau, die durch die Gastfreundschaft in der Pfarrei den Weg zum christlichen Glauben gefunden hat.
Dadurch wurde eine der wichtigsten Erkenntnisse aus der nachmittäglichen Kleingruppe mit Fr. Simon Lobo, dem aktuellen Pfarrer von St. Benedict, quasi schon vorweggenommen: Die Atmosphäre der Gastfreundschaft in einer Pfarrei ist oft entscheidend dafür, dass ich mich auch für die christliche Botschaft öffnen kann (oder eben nicht kann). Die Botschaft vom liebenden Gott kann nur in einer Atmosphäre des liebenden Umgangs miteinander ankommen.

Am Abend ging es bei Carey Nieuwhof, einem presbyterianischen Pastor, dann noch um das Thema Veränderungen in der Pfarrei - und den Widerständen, die dabei niemals ausbleiben werden. Er hatte aber auch viele gute Tipps auf Lager, wie mit diesen Widerständen umgegangen werden kann...

Getragen war der ganze Tag auch immer wieder vom gemeinsamen Gebet und Lobpreis. Zudem beten Pfarrangehörige den ganzen Tag vor dem Allerheiligsten um einen guten Verlauf der Konferenz.

Inzwischen bin ich ziemlich müde - das "Jetlag" lässt noch etwas grüßen - und werde daher bald schlafen gehen...um morgen die weiteren Themen gut aufnehmen zu können.


Zweiter Tag: Leadership

12.06.2018, 22:00 Uhr ADT

Heute am Abend wurden die (anwesenden) Ehrenamtlichen aus der Pfarrei St. Benedict nach vorne gerufen und es wurde ihnen für Ihre Dienste gedankt. Über 300 Pfarramgehörige haben ehrenamtlich für das Gelingen der Konferenz gewirkt.

So viele Ehrenamtliche bekommen bei uns gerade mal die größten Pfarreien insgesamt zusammen - hier ist es nur ein Teil der Aktiven - insgesamt sind es etwa 800 Personen.

Um hier die Zusammenarbeit und das gemeinsame Wirken am "Game plan" (so eine Art "Masterplan" für das, was die Pfarrei sein und erreichen will), bedarf es natürlich einer umfangreichen Form des Leadership (der deutsche Begriff "Leitung" gibt nur unvollständig wider, was Leadership bedeutet).
In diese Form des Leadership wurden wir heute Vormittag durch den jetzigen Pfarrer von St. Benedict, Fr. Simon Lobo, eingeführt. Tatsächlich ein Bereich, der in den deutschen Pfarreien, die ich kenne, kaum eine Rolle spielt - aber ich verstehe immer mehr, wie groß die Bedeutung eines guten Leadership für das Wachstum einer Pfarrei ist. (Vorsichtshalber habe ich mir daher auch mal das Buch von Fr. Simon gekauft... ;) )

Am Nachmittag habe ich dann einen Workshop zum Thema Jugendarbeit in St. Benedict besucht und von dort hauptsächlich zwei wichtige Impulse mitgenommen: "Gott und das Gebet sind das Zentrum von allem" und "Freundschaft ist wichtiger als Programme".
Beeindruckend war es auch, wie mehrere junge Menschen von ihren Erfahrungen im "Youth Program" erzählt haben: "Jesus ist mein bester Freund" (ein 11jähriges Mädchen) oder "ich lade alle meine Freunde zum Jugendprogramm ein, weil der Glaube für mich so schön ist, dass ich das unbedingt mit allen teilen möchte" (eine 15jährige).

Mit einem weiteren Vortrag und einer sehr intensiven gemeinsamen Gebetszeit klang dann der heutige Tag aus.


Dritter Tag: DR Family

13.06.18, 23:00 Uhr ADT

Am heutigen Tag standen zwei Programme zur Auswahl: Ein Schulungstag über Alphakurse und ein Tag speziell für Priester und Seminaristen, an dem ich teilnahm.

Nachdem wir über einige "Mythen" im Bereich der Neuevangelisierung gesprochen hatten, haben vor allem verschiedene Priester aus unterschiedlichen Ländern (z.B. Großbritannien, den USA, Kanada und Australien) über ihre Erfahrungen mit Divine Renovation gesprochen. Die meisten dieser Pfarreien sind Mitglieder des DR-Network, für das die Konferenz eine Art "Familientreffen" darstellt.

Viele der Pfarreien waren daher auch nicht nur mit einer einzigen Person vertreten, sondern mit dem kompletten Leitungsteam (das je nach Pfarrei aus ganz unterschiedlichen Personen mit unterschiedlichen Aufgaben besteht).

Neben der Vorstellung dieser Pfarreien und der Möglichkeit, Fragen zu stellen, gab es auch einen Austausch in Kleingruppen, wo sich die Konferenzteilnehmer frei gegenseitig Fragen stellen und Antworten geben konnten.

Mit einer gemeinsamen hl. Messe endete der offizielle Teil dieses Tagen - am Abend saß dann ein Großteil der Deutschen noch zusammen, um sich über Umsetzungsmöglichkeiten des Erfahrenen in Deutschland auszutauschen.

Darüber ist es nun etwas später geworden als die Tage zuvor...aber morgen gibt es ja auch kein offizielles Programm mehr, sondern ich werde die Möglichkeit haben, mir einen Tag lang die Gegend rings um Halifax anzusehen, bevor es am Freitag zurück auf den Flug nach Deutschland geht.


Einmal Sightseeing und dann zurück

25.06.2018, 17:15 Uhr EDT

Inzwischen habe ich schon den ersten Teil meiner Rückreise hinter mir und bin derzeit in Toronto, wo ich auf das Flugzeug nach Frankfurt warte. Die letzten eineinhalb Tage hatte ich Zeit, noch ein bisschen Sightseeing in Nova Scotia zu machen und die Konferenz "sacken zu lassen".

Auch wenn das Wetter leider großteilig schlecht war, hat sich die kleine Rundreise durch "Canadas Ocean Playground" (so einer der Werbeslogan von Nova Scotia) sehr gelohnt: Eine wundervoll "wilde" Landschaft, sehr dünn besiedelt aber mit großartiger Küste und wundervollen Seen.

Heute Mittag ging es dann zurück zum Flughafen nach Halifax und in den Flug nach Toronto. Durch "Zufall" saß ich neben einer Australierin, die ebenfalls an der Konferenz teilgenommen hatte. Wir kamen ein bisschen ins Gespräch. Ihr Pfarrei in Australien ist Mitglied im Divine Renovation-Network...und sie berichtete mir sehr begeistert von den positiven Veränderungen in ihrer Pfarrei.

Und dann kam die Frage, mit der ich mich selbst schon seit dem Ende der Konferenz beschäftige, weil sie allen Teilnehmern mit auf den Weg gegeben wurde: "And what will be your next step?"
Ich denke, diese Frage, was mein nächster Schritt sein wird, wird mich nicht nur die acht Stunden des noch vor mir liegenden Fluges begleiten, sondern besonders auch dann noch, wenn ich weider in Schwabach bin.

Gottesdienstzeiten

Heilige Messen in der Pfarrei Schwabach St. Sebald

Samstag
Penzendorf: 17.00 Uhr (Winterzeit)
St. Peter und Paul: 18.00 Uhr (Sommerzeit)

Sonntag:
St. Sebald: 9.00 Uhr
Penzendorf: 9.00 Uhr (Sommerzeit)
St. Peter und Paul: 10.00 Uhr
St. Sebald: 10.30 Uhr
Eichwasen: 10.30 Uhr
St. Sebald: 19.00 Uhr

Beichtgelegenheit in der Pfarrei Schwabach St. Sebald

St. Sebald: Samstag 15.30 bis 16.30 Uhr Gelegenheit zum Seelsorgegespräch und zur Beichte
St. Peter und Paul: Samstag 17.00 Uhr (Sommerzeit), Sonntag 9.00 Uhr (Winterzeit)

Anbetungszeit in der Pfarrei Schwabach/St. Peter und Paul

Freitag 9.00 Uhr bis 18.00 Uhr, außer in den Schulferien

Pfarrei Schwabach

Leiter:
Pfarrer Robert Schrollinger
Ludwigstraße 17
91126  Schwabach